
28.09.2025
Turnschuhe an und los ging’s – heute zu Fuß durch die Reithalle. Denn: Fürs Reiten und Voltigieren ist Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Balance die Basis. Nur wenn das alles da ist, können wir so auf dem Pferd sitzen und mitschwingen, dass es für das Pferd angenehm ist, es unsere Hilfen verstehen und freudig mitarbeiten und lange gesund bleiben kann. Nur aus einem ausbalancierten Sitz ist Hilfengebung möglich. Dafür gibt es allerlei kleinere und größere Übungen, die wir gemeinsam gemacht haben.
Nach kurzer Kuchenpause und ausgiebiger Pferdepflege ging es dann wieder in die Halle – diesmal mit den Pferden. Zunächst auf Libby und danach auf dem routinierten Ludwig machten wir mit Voltigurt einige Balance- und Koordinationsübungen für ein besseres Körpergefühl. Parallel dazu bekamen Samson, Ludwig und Libby, Princess und unser neues Lehrpferd Belle ausgiebige Massage und zeigten bei Möhrchengymnastik ihre Beweglichkeit.
Es war ein schöner Pferdesonntag für uns alle, Mensch und Pferd, mit dem wir Einiges für die Gesunderhaltung unserer vierbeinigen Freunde und unsere eigene Fitness getan haben.

20.07.2025
Kurz vor den Sommerferien hatten wir etwas ganz Praktisches vor: unsere Hindernisstangen auf dem Reitplatz sollten einen neuen Anstrich erhalten. Mit vielen fleißigen Händen schafften wir es wirklich an dem Nachmittag allen Stangen neuen Glanz zu verleihen. Selbst ein kräftiger Gewitterschauer konnte uns nicht stören – und auch die neu bemalten Stangen zum Glück nicht. Wir nutzten die Zeit für eine Kuchenpause zur Stärkung und beendeten anschließend unser Werk. Seither sehen die Hindernisse wieder aus wie neu und das Springen macht noch mehr Spaß. Zufrieden und stolz mit dem Ergebnis unserer gemeinsame Arbeit gingen alle nach Hause (und hatten noch ein wenig mit der Farbe an Kleidung und Händen zu tun).

18. 05.2025
An einem sonnigen Frühsommer-Sonntag kamen einige Jugendliche und junge Erwachsene auf dem Hof zusammen. Libby und Samson hatten wir Skelett und Muskulatur aufgemalt. So waren das Exterieur und auch die Muskelstränge gut sehen. Im Anschluss betrachteten wir die beiden und unseren Neuzugang Don in Bewegung an der Longe und an der Hand. Dabei konnten sehen, wie sich die Gliedmaßen bewegen, wie die Rückenmuskulatur arbeitet und wie alles miteinander zusammen funktioniert. Nach einer kurzen Kuchenpause arbeiteten wir mit Samson und Libby an Seitengängen an der Hand und mit Funny und Ludwig am Langzügel. Es war ein schöner und ausgefüllter Workshop mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.

11.05.25
Unseren ersten Pferdesonntag in diesem Jahr starteten wir in der Reithalle – erstmal ohne Pferde. Erst wärmten wir uns auf wie die Voltis vor dem Training. Anschließend übten wir auf Matten das sichere Abrollen für den Fall eines Sturzes vom Pferd. Laura zeigte uns die Judo-Rolle und dann ging es Schritt für Schritt höher: erst das Abrollen aus der Hocke, dann aus dem Stehen, dann mit Anlauf und von einem großen Gymnastikball. Bald trauten sich alle, vom kleinen Fasspferd hinunter zu fallen und einige wagten am Ende sogar das Herunterfallen und Abrollen vom großen Fasspferd aus. Es machte allen großen Spaß und wir übten immer wieder die Grundlagen aus der Hocke und vom Ball, um es dann wieder vom Fasspferd aus zu versuchen.
Nachdem die erste Stunde nur so verflogen war, ging es weiter mit Sitzlonge auf Libby: Strecken, Dehnen, Schultern kreisen, mit den Beinen mitlaufen, Leichttraben im Schritt. Für die Voltis war es eine besondere Erfahrung, mal auf einem Sattel zu sitzen, die Reiterinnen freuten sich, mal auf einem anderen Pferd zu reiten oder zu spüren, wie anders es sich anfühlte, wenn das Pferd an der Longe geht und somit wirklich die volle Konzentration auf den eigenen Körper gelenkt werden kann. Jede durfte im Schritt alles ausprobieren, die Reiterinnen auch im Trab. Libby machte es in aller Ruhe mit – auch dass nebenher die Kinder weiter vom großen Fasspferd oder Ball „fielen“. Ein besonderer Moment war das Absteigen: denn auch hier durfte jede das Fallen ausprobieren. Libby stand jedes Mal ganz ruhig – doch zeigte deutlich, dass sie ihre Reiter eigentlich nicht verlieren wollte: dem ein oder anderen wieherte sie direkt nach dem „Fallen“ leise hinterher.
Etwas ausgepowert und zugleich erfüllt mit neuen Eindrücken stärkten sich alle mit feinen, mitgebrachten Muffins. Bis zum Abholen putzten wir dann noch ausgiebig die Sättel und Trensen der Lehrpferde sowie einige derzeit nicht gebrauchte Sättel.
So war der erste Pferdesonntag schnell vorbei, der ganz im Sinne der Sicherheit stand: Wir haben natürlich nicht vor, öfter vom Pferd zu fallen. Doch wenn wir immer wieder das richtige Abrollen wiederholen, merkt sich unser Körper die sicherste Variante zu stürzen, was im Falle eines Falles vor Verletzungen schützen kann. Sitzlonge trägt ebenso dazu bei, dass wir besser im Gleichgewicht sitzen und unseren Körper besser wahrnehmen können, was zu einem besseren Mitgehen mit der Pferdebewegung führt. Und die Pflege von Sattel und Trense erhält unsere Ausrüstung sicher. Alles zusammen trägt zur Unfallverhütung bei, indem wir sicherer werden und uns sicherer fühlen – und zugleich macht es auch noch Spaß!
Wir freuen uns, dass der erste Pferdesonntag so angenommen wurde und sind gespannt auf die nächsten Aktionen.

01.12.24
An einem besonders nebligen Novembersonntag bekamen unsere Lehrpferde ein ganz besonderes Ausgleichsprogramm: insgesamt acht Reiterinnen und Voltigiererinnen hatten Interesse daran, sich intensiv mit der Arbeit mit dem Pferd vom Boden aus zu beschäftigen.
Los ging es mit einem kurzen Brainstorming zum Thema, was Bodenarbeit überhaupt ist und wofür es gut ist. „Führen durch Hindernisse“, „seitwärts an der Hand“, „Longieren“, „Bodenarbeit ist Beziehungsarbeit“ waren Gedanken, welche die Teilnehmerinnen im Kopf hatten. An diesem Nachmittag konzentrierten wir uns zunächst auf das Führen der Pferde, wobei wir hier auf die richtige Führposition achteten und das Halten, Anlaufen sowie das Rückwärts- und Seitwärtsweisen über Bodenhindernisse übten: Slalom, Stangen, Stangen-L und Cavaletti waren vorwärts, seitwärts und rückwärts zu überwinden. Die Pferde verstanden die Aufgaben schnell und ihre Aufmerksamkeit wuchs; die Hilfengebung der Führerinnen wurde immer klarer und ihre Körpersprache selbstbewusster und verständlicher.
Diese Führübungen waren bereits auch ein Teil der Gymnastizierung und des Dehnens der Pferde, was im letzten Teil des Workshops noch der Fokus werden sollte. Beim Seitwärtsweichen sowie beim Überqueren eines hohen Cavaletti, beim Rückwärtstreten über eine Stange wurden die seitlichen Beinmuskeln sowie die Hankenbeugung gut gefordert. Es war daher Dehnen und Kräftigen in Einem.
Bevor wir noch intensiver ins Dehnen und auch Massieren der Pferde eintauchten, durfte jede noch einen für alle neuen Teil der Bodenarbeit ausprobieren: die Arbeit am Langzügel bzw. das „Fahren vom Boden“. Was zunächst recht einfach aussieht, stellt sich dann im Tun doch als ziemlich herausfordernd dar: es ist koordinativ nicht so leicht, das Pferd in fleißigem Schritt durch die Halle zu bewegen und dabei genau den Weg zu bestimmen – und sich dabei nicht mit Führzügel oder Doppellonge, Bodenarbeitsgerte und Pferd zu verknoten! Doch Funny erwies sich routiniert als tolle Lehrerin auch für anspruchsvollere Lektionen und Ludwig zeigte sich geduldig und hielt im Zweifel kurz an, bis alles wieder sortiert war.
Nach einer kurzen Aufwärmpause mit Tee, Kuchen und Spekulatius durfte sich Libby ausgiebig dehnen und massieren lassen. Ihr gefiel die Aufmerksamkeit sichtlich und sie zeigte ganz deutlich, wie gut sie es findet. Danach probierten alle noch mit den anderen Pferden die Dehnübungen und Massagegriffe aus. Besonders schön war es zu sehen und zu erkennen, wie klar die Pferde mit uns sprechen können und wie so im engen Kontakt richtige Kommunikation möglich ist. Sie zeigten sehr klar, was sie mögen, welche Intensität ihnen gut tut und welche Art von Dehnübungen oder Massage sie nicht möchten. Zudem war es sehr spannend, wie hier auch Manches sichtbar wird, was beim Reiten gefühlt wird.
Natürlich kann ein so kurzer Workshop nur einen kleinen, ersten Einblick geben. Doch die drei gemeinsamen Stunden haben das bereits vorhandene Wissen und die bisher gemachten Erfahrungen vertieft und erweitert. Für die Pferde war es eine sehr gute Ergänzung zur Arbeit unter dem Sattel und ein schöner Wellness-Nachmittag.
Wir freuen uns darauf, im nächsten Jahr an die diesjährigen Pferde-Workshops anzuknüpfen – vielleicht sogar über Pferde-Workshops hinausgehend auch in Lehrgängen.